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Wir haben Huberta Weigl, eine Expertin in Sachen Newsletter texten, befragt, was es im Vergleich zu postalischen Mailings hinsichtlich Text und Aufmerksamkeit bei Online-Mailings zu beachten gibt.

Frau Weigl, Sie haben viel Expertise im (Werbe-)Texten. Was hat sich hier in den letzten Jahren für Online-Mailings verändert?

Wir alle sind überflutet von Informationen. Für Mailings bzw. Newsletter bedeutet das, dass sie in einem hohen Wettbewerb mit anderen Informations- und Unterhaltungsquellen stehen – und darauf gilt es zu reagieren, wenn Sie dieses Marketinginstrument erfolgreich nutzen wollen.

Wie relevant werden Newsletter in Zukunft sein?

Für Newsletter gilt nach wie vor: Die Empfänger haben sie von sich aus abonniert (Schlagwort: Double-Opt-in bzw. DSGVO). Das heißt, Menschen, die einen Newsletter abonnieren, möchten Informationen zugeschickt bekommen, und genau das macht sie auch für die Zukunft relevant.

Gibt es Trends in Sachen Formulierung?

Was die Formulierungen betrifft, so ist vor allem Marketingsprech tabu. Mit aufdringlichen Floskeln und Kauf-mich-Botschaften holen Sie Menschen heute nicht mehr ab. Beim Texten ist es ganz wichtig, die reine Mitteilungsperspektive zu verlassen und die Position der LeserInnen einzunehmen, spätestens beim Überarbeiten der Texte.

 

Marketingsprech ist im Newsletter tabu.

Huberta Weigl

 

Ist es wichtig, wie der Text im Newsletter gestaltet ist? Menschen wollen doch nicht mehr (viel) lesen?

Ja, deswegen müssen die Inhalte sprachlich auf den Punkt gebracht werden – kurz und pointiert, am besten auch noch sympathisch und authentisch! Grafik und Bildgestaltung sind aber genauso wichtig. Apropos Text: Ein guter Newsletter beginnt mit einem zugkräftigen Betreff, der Interesse weckt, schließlich konkurriert es mit zig E-Mails im Postfach.

Was macht aus inhaltlicher Sicht den Erfolg eines guten Newsletters aus?

Ein Newsletter wird dann erfolgreich sein, wenn er die Bedürfnisse der Leser erfüllt, das heißt einen Mix aus kommerziellen und nicht kommerziellen Botschaften beinhaltet. Für kommerzielle Angebote kommt der Blog als zusätzliches starkes Marketinginstrument ins Spiel: Im Newsletter reißt man den Artikel mit ein paar Worten an und verlinkt dann über „Weiterlesen“ auf den Blogbeitrag. So kommen die Newsletter-Abonnenten auf den Blog, der ja Teil der Website ist, und damit genau dorthin, wo das Unternehmen sein Angebot präsentiert.

Arbeiten Sie für Ihre Kunden mit Mutationen? Macht das überhaupt Sinn?

Im Newsletterbereich bezeichnen wir Mutationen als Segmentierungen. Die Zielgruppen möglichst exakt sprachlich und inhaltlich abzuholen, ist wichtig. Ob sich der Aufwand lohnt, muss jedes Unternehmen im Einzelfall entscheiden. Grundsätzlich empfehle ich allen, die Newsletter als Marketinginstrument einsetzen, das Statistiktool zu nutzen: tun, messen (Öffnungsrate, Klickrate etc.), verändern bzw. optimieren. Und dann das Ganze wieder von vorne: tun, messen …

 

Über die Schreibwerkstatt

MMag. Dr. Huberta Weigl ist Schreibcoach, Texterin, Social-Media-Managerin und Bloggerin. 2012 hat sie die Schreibwerkstatt in Wien gegründet. Sie unterstützt Selbstständige und Unternehmen bei allen Fragen der schriftlichen Kommunikation. www.schreibwerkstatt.co.at

 

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