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Druckvorstufentechnik bietet viel Abwechslung und fördert künstlerisches Talent sowie technisches Können. Marion Höllwarth von der Tiroler Druckerei Sterndruck erzählt über ihre Ausbildung, Arbeitsbereiche und Chancen bei der Lehrlingssuche.

Marion Höllwarth wusste schon früh, wo ihre Interessen liegen. „Als Kind war ich gern kreativ, habe viel gezeichnet und gebastelt. Eine Lehre im elterlichen Betrieb bot sich natürlich an. Und ich wusste: Ich will nicht in die Buchhaltung, den Druck oder die Endfertigung – ich will in die Grafik.“ So absolvierte sie auch die Lehre zur Druckvorstufentechnikerin. Eine Entscheidung, die sie nie bereute: „Die Lehre war interessant und die Ausbildner nahmen sich viel Zeit, uns auf die künftigen Aufgaben vorzubereiten.“

Nun reicht Höllwarths Verantwortung von Design und Layout über Produktentwicklung bis hin zur Erstellung von Druckformen. Sie schätzt dabei die Abwechslung von grafischen und technischen Aspekten, wodurch ihr nicht langweilig wird. Doch was liebt sie am Job am meisten? „Die immer neuen Herausforderungen! Ich muss Überblick über alle Entwicklungen bewahren. Wenn wir einen neuen Platten- oder Laserdrucker bekommen, muss ich mir jedes Mal aktiv neues Wissen aneignen, den Umgang mit neuen Geräten erlernen. So wird einem nie langweilig.“

Unterschiede zwischen Männern und Frauen sieht Höllwarth kaum, die Geschlechter sind auch in den meisten Abteilungen ganz durchgemischt. Nur im Druck dominieren zwar die Männer, dafür sind in der Endfertigung mehr Frauen vertreten. „Aber jeder kann seine eigenen Erfahrungen einbringen, und jeder kann von anderen lernen.“

Marion Höllwarth selbst lernt jeden Tag dazu. Nach der Geburt ihrer Töchter und der Karenz steigt sie wieder vermehrt im Betrieb ein. „Ich verbringe jetzt viel Zeit mit meiner Mutter in der Buchhaltung und bewege mich beruflich mehr in Richtung Verwaltung. Über die verschiedensten Abläufe im Betrieb muss ich immer informiert sein.“

Lehre im Druck: Aufstiegschancen und Entwicklung

Auch bei Sterndruck gibt es immer wieder Jahre, wo kein geeigneter Lehrlingsnachwuchs gefunden wird. Marion Höllwarth war selbst jahrelang Ausbildnerin: „Es verlangt viel Einsatz, den Lehrlingen viel mitzugeben und sie bestmöglich auszubilden. Deswegen nehmen wir auch nicht mehr auf, als es unsere Ressourcen erlauben.“

Was sollte aber generell getan werden, um Berufe in der Druckbranche für junge Menschen wieder attraktiver zu machen? „Technische Berufe sollte man schon in der Schule wieder stärker bewerben. Es gibt viele Aufstiegschancen, man kann sich beruflich immer weiterentwickeln“, meint Höllwarth. „Die verschiedenen Berufe in der Branche sind besonders für Frauen ideal. Sie können ihr kreatives Potential entfalten und mit edlen Materialen arbeiten. Außerdem handelt sich dabei nicht nur um die klassische reine Dienstleistung, es wird auch tatsächlich etwas produziert. Die flexiblen Arbeitszeiten machen nebenbei auch die Familienplanung leichter.“

Sterndruck

Die Druckerei Sterndruck wurde 1980 von Jörg Höllwarth im Keller eines Einfamilienhauses gegründet. Bald wurden die ersten Mitarbeiter eingestellt und das Unternehmen wuchs innerhalb von 15 Jahren um ein Vielfaches. Seit 1997 sitzt der Familienbetrieb im Gewerbepark Fügen und bietet seinen Kunden Grafik, Digitaldruck, Offsetdruck, Druckveredelung und Endfertigung von der einfachen Visitenkarte bis hin zum Kunstkatalog.
www.sterndruck.at

Foto © Sterndruck

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